History

Lesarten der Schöpfung. Moses als Autor der Genesis im by Oliver Ramonat

By Oliver Ramonat

Nichts warfare mittelalterlichen Autoren wohl verbindlicher als die Heilige Schrift – warum musste der kanonische textual content dennoch kommentiert werden? conflict es etwa ungenügend, used to be Moses und andere notiert hatten? Jenseits aller Überlegungen zu culture und literarischer shape der Kommentare im allgemeinen geht es um die grundlegenden Fragen, warum den Autoren ein Kommentar zur Heiligen Schrift überhaupt notwendig erschien und used to be es für sie genau bedeutete, den Schöpfungsbericht zu kommentieren. Die Arbeit nähert sich einer Antwort über eine Rekonstruktion des Bildes von Moses als Autor der Genesis anhand von zum Teil unedierten Genesiskommentaren des frühen und hohen Mittelalters. Es zeigt sich, dass die Autoren im Rahmen gemeinsamer Überzeugungen ganz verschiedene Aspekte dieses Bildes in den Vordergrund rückten. So verzahnt sich die Geschichte des Genesiskommentars mit einzelnen Facetten der allgemeinen Kultur- und Geistesgeschichte und es werden die besonderen, individuellen Attitüden der Autoren sichtbar, ihr Selbstbild, wie es in den Kommentaren zum Ausdruck kommt. Auf dieser Grundlage analysiert die Arbeit das spezifische Verhältnis der Autoren zu Autorität und Offenbarung und wie es ihnen gelang, den dynamischen Wandel der Auffassungen über die biblische Urgeschichte in den Denkstil der Epoche zu integrieren.

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Moses hatte sein Wissen über die alten Zeiten und die Gabe der Gesetzgebung durch Inspiration. An eine kontinuierliche Überlieferung des Wissens vom Anfang der Welt seit Adam glaubte der Karolinger Angelom wie gesagt nicht, Vergessen und Nachlässigkeit kennzeichnete die Menschen, auf Zeiten der Blüte folgten Zeiten des Niederganges und des Streits. Erst im seiner schriftlichen und bewahrenden Möglichkeiten etwas sicherer gewordenen Hochmittelalter trifft man auf Autoren, die eine bruchlose Kette von Informanten und weitergegebenen schriftlichen Informationen bis hin zu Moses für wahrscheinlich halten.

Zu der allegorischen Deutung dieser sichtbaren Werke Gottes trat spätestens mit Peter Abaelard ein wachsendes Interesse an den tatsächlichen Zusammenhängen, an einem Rückschluß von Beobachtungen auf die nicht sichtbaren Kräfte. Die wunderbaren Taten des Schöpfers zur Zeit der Schöpfung waren in unserer Welt also immer noch sichtbar und präsent. In die Tage als real verstandene Zeiträume, wie sie der eine Interpretationsstrang vorgab, floß nunmehr ein Wissen um die Natur ein, interessiert die Natur als solche, insofern sich Gott selbst sechs Tag lang mit ihr beschäftigt hatte.

Einleitung 37 Autorität konnten sie nur eingeschränkt argumentieren und es blieb oft bei einem Unentschieden. Auf neues Wissen kam es nicht an und zu erläutern gab es hier nichts, denn Moses schwieg. Die Erde bildete den Abschluß der Weltschöpfung. Mit der Erde als Wohnort der Tiere und der Menschen sind viele Fragen und mannigfache Themen verbunden. Aus Gründen der Kontinuität der behandelten Fragen konzentriert sich das Kapitel in dieser Arbeit auf die materiellen Voraussetzungen der Tiere, speziell der Fische und Vögel.

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